SV Thüringer Farbentauben

Rasse des Jahres im Sonderverein:

Thüringer  Mondtaube

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonderverein Thüringer Farbentauben
Sonderverein Thüringer Farbentauben 

Thüringer Weißschwanz

Die Weißschwanzzeichnung zählt wohl zu den ältesten Scheckungsmustern in der Taubenzucht. Was auch die weite Verbreitung in mehreren verschiedenen Taubengruppen und an verschiedenen Herkunftsorten vermuten lässt. In der alten Taubenliteratur ist die Weißschwanztaube schon für das 17. jahrhundert belegt. Der glattfüßige Weißschwanz wurde dann später seinen Hauptverbreitungsgebiet als Thüringer Weißschwanz bezeichnet.

 

Wie bereits erwähnt, ist der Thüringer Weißschwanz stets glattfüßig und glattköpfig. Er stellt in der Figur eine typische Thüringer Farbentaube dar, d.h. die Form einer kräftigen Feldtaube mit fast waagerechter Haltung und nur leicht abfallender Rückenlinie. Auch der Kopf ist der einer typischen Thüringer Farbentaube, das heißt länglich, gut gerundet (aber nicht zu lang und mit schön abgerundetem Nackenübergang), mit ansteigender Stirn und stumpfen aber deutlichem Stirn-Schnabel-Winkel. Mittellanger Schnabel mit wenig entwickelten, glatten Warzen. Der Augenrand ist zart und in der Farbe der Gefiederfarbe angepasst, dabei möglichst unauffällig.Orange-rot ist die Augenfarbe und die Schnabelfarbe je nach Gefiederfarbe hell bis schwarz. Der gut ausgekehlte, kräftig angesetzte Hals verjüngt sich zum Kopf hin. In einer Linie mit dem Rücken wird der Schwanz getragen.

 

Der Weißschwanz ist eine farbgrundige Taube, was bedeutet, dass er farbig ist. Weiß ist der Schwanz mit Schwanzdecke und eine Schnippe. Der Keil muss unbedingt vollständig und farbig sein. Abgegrenzt wird der weiße Schwanz durch einen geraden Rückenschnitt. Die Schnippe soll mittelgroß sein, scharf abgegrenzt und auf den Schnable aufsitzen. Sie darf nicht zu den Schnabelwinkeln und dem Augenrand reichen. Nach hinten möglichst nicht über Augenmitte. Die Schnippe muss nicht groß sein, nur gleichmäßig.

 

Die Farben sollen gleichmäßg und lackreich sein. Binden, wenn vorhanden, schmal und durchgehend und die Hämmerung bzw. Schuppung klar und abgegrenzt. Kupferne haben eine schwarze Grundfarbe mit Grünlack un ein kastanienbraunes Flügelschild mit Pfeilspitzzeichnung. Sie sind sowohl mit als auch ohne Finkung anerkannt.

 

Anerkannt sind folgende Farbenschläge:

Schwarz, Rot, Gelb, Kupfer, Balu mit und ohne Binden, Blaufahl mit und ohne Binden, Blau- und Blaufahlgehämmert, Blau mit bronze Binden und bronze-geschuppt, Blaufahlsulphurgeschuppt, Weißbindige und Weißgeschuppte in schwarz, blau und blaufahl.

 

Grobe Fehler sind helle Schnäbel bei Blaufarbigen, Schwarzen und Kupfernen sowie angelaufene Schnäbel bei Roten und Gelben, unreine und glanzlose Farben, weiß im keil sowie Zeichnungsmängel.

Derzeit kann man bei Schwarzen ohne Binden, Roten und Gelben von einer guten Verbreitung sprechen , mit einem hohen Zuchtstand, den man bei der Bewertung auch anlegen kann. Die farben sind gleichmäßig, satt und mit viel Lack bis in den Keil hinein. Die Kupfernen haben mit Abstrichen auch eine gute Verbreitung und einen hohen Zuchtstand. Alle anderen Farben müssen mehr oder weniger als Seltenheit angesehen werden, die einer weiteren Förderung bedürfen.

In der Zucht und Haltung sind Thüringer Weißschwänze unkompliziert, anspruchlos und zuverlässig. Auch sind sie im Wesen nicht sonderlich scheu.

 

Was in der Haltung gilt, gilt leider nicht in der Vererbung, denn da fällt nur ein nicht zu großer Prozentsatz korrekt gezeichneter Jungtiere an. Ohne richtiges Putzen wird man kaum einmal ein Tier in den Ausstellungskäfig bekommen. Allerdings kann man im Nest schon Zeichnungsfehler erkennen. Interessant ist die Zucht des Thüringer Weißschwanzes allemal.

Text: Olaf Hartleib

 

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