SV Thüringer Farbentauben

Rasse des Jahres im Sonderverein:

Thüringer  Mondtaube

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonderverein Thüringer Farbentauben
Sonderverein Thüringer Farbentauben 

Thüringer Schildtaube

Die glattfüßige Schildtaube wird als Urrasse aller Schildtauben angesehen. Ihr Name entstand durch die Zeichnungsart, die Schildzeichnung.

 

Anfang 1900 wurde die erste gültige Rassebeschreibung erarbeitet und die Schildtaube wurde folgenden Rassen zugeordnet: Die belatschten Schildtauben gliederte man den Sächsischen und Böhmischen Farbentauben an. Die Glattfüßigen mit Rundhaube kamen zu den Süddeutschen Farebentauben (auch Dachen genannt). Alle glattfüßigen und glattköpfigen Schildtauben mit lackreicher Farbe und Schmalzkielen sowie ausgeprägteen intensiv roten Augenrändern bildeten das Fränkische Samtschild. Die restlichen Schildtauben ohne diese besonderen Rassemerkmale wurden den Thüringer Farbentauben angegliedert.

 

Im Stammland Thüringen und hier speziell auf den Hähen des Thüringer Waldes, aber auch im Erzgebirge, gab es die meisten Freunde u. Züchter dieser Rasse. Die Rasante Verbreitung der Fränkischen Samtschilder und belatschten Schildtauben in Sachsen und Schlesien konnten die Thüringer Schildtauben jedoch nicht erreichen. Nach dem 2. Weltkrieg waren in der DDr die 3 Thüringer Heimatrassen Thüringer Flügeltaube, Thüringer Schildtaube und Thüringer Schnippentaube in der SZG (Spezialzuchtgemeinschaft) Thür. Flügel-, Schild- und Schnippentauben zusammengefasst. Aber auch in dieser SZG gelang den Thür. Schildtauben keine große Verbreitung.

 

Der Farbenschlag blau sowie einige seltene Farbenschläge bildeten zahlenmäßig und in der Qualität eine positive Ausnahme. Den Hauptgrund für das Stagnieren der Thüringer Schildtauben in der DDr und hier speziell die Lackfarbenschläge schwarz, rot und gelb in den Jahren 1970/1980 waren zu hohe Forderungen und teilweise falsche Zuchtrichtlinien. Nun kann man sagen, hinterher ist man immer klüger. Eine Tatsache aber ist, dass Christian Reichenbach als neu berufenes Bundeszuchtausschussmitglied in den 60er Jahren bei der Erarbeitung der Musterbeschreibung für Thür. Schildtauben im BDRG die richtigen Weichen für die Zukunft gestellt hat.

Ein schmaler, roter Augenrand und Schmalzkiele wurden gestattet. Die neu überarbeitete Zuchtrichtlinie für Rassetauben, welche vom VKSK 1964 veröffentlicht wurde, befand Schmalzkiele und rote Agenränder als grobe Fehler !

 

Die unzähligen Diskussionen um die Gleichschwingigkeit und volle Klappenzahl (je Seite 4) bei der Vergabe der Höchstnote waren weitere Punkte, die unserer Thür. Schildtaube nicht unbedingt förderten und voran brachten. Ich bin davon überzeugt, dass die neue gesamtdeutsche Musterbeschreibung nach der Einheit Deutschlands für Thüringer Schildtauben von der überwiegenden Mehrheit der Züchter begrüßt wurde und der Aufschwung mit seinen derzeit 25 anerkannten Farbenschlägen unverkennbar ist.

 

Unsere Thür. Schildtauben sind attraktiver geworden. Die rassemerkmale sind reale, erreichbare Größen. Eine breitere Brust und Schulter mit nur mittellanger Schwanzpartie bilden eine eindeutige Abgrenzung zum Fränkischen Samtschild. Auch die Halspartie, welche sich aus einem massiven Körper schnell verjüngt und nicht zu schlank sein soll, ist ein Rassemerkmal. Ein gerundeter Kopf mit substanzvoller Stirn ist ebenfalls ein Markenzeichen der Thüringer Schildtauben.

 

Der gewünschte schmale, rote Augenrand ist bei den pastellfarbigen und seltenen farbenschlägen noch nicht so ausgeprägt und muss deshalb mit viel Fingerspitzengefühl bewertet werden.

 

Die Schildzeichnung soll breit und eiförmig sein. Eine volle, straffe Rückenabdeckung muss leider immer öfter angemahnt werden. Daran kann allerdings auchh eine zu schmale und kurze Armschwungfeder schuld sein.

 

Die Beliebtheit unserer Thüringer Schildtauben ist hoffnungsvoll, für diese schöne Taubenrasse tun wir alles, um dies zu erhalten !

 

Text: Gerhard Liebscher

 

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