SV Thüringer Farbentauben

Rasse des Jahres im Sonderverein:

Thüringer  Mondtaube

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonderverein Thüringer Farbentauben
Sonderverein Thüringer Farbentauben 

Thüringer Mönchtaube

Dr. Johann Matthäus Bechstein, ein großer Taubenkenner wurde am 11. Juli 1757 in Waltershause geboren. Von 1784-1794 war er Lehrer der Naturwissenschaften in Schnepfenthal und später Direktor der Forstakademie in Dreißigacker bei Meiningen.

 

In "Gemeinnützige Naturgeschichte Deutschlands" schreibt Dr. Bechstein 1795 über die Mönchstaube: "Sie nennt man auch Cyprische Taube, Mondtaube, Koppentaube, Kapptaube oder Kappentaube. Am Ende des 18. Jahrhunderts sah man den Mönch nur mit weißem Kopf abgebildet. Von zurückgekrümmten Halsfedern ist schon die Rede, die eine Scheidewand am Hinterhals bilden und somit schon quasi die Spitzkappe andeuten. Auch von braunroten, schwarzen sowie von karpfenschuppigen Mönchen ist damals geschrieben worden.

 

Wann genau der Thüringer Mönch in der heutigen Figur, Farbe und Zeichnungsgestalt entstanden ist, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden. Sicher ist nur, dass sich immer nur wenige Züchter mit dieser wunderschönen Thüringer Farbentaube beschäftigen und auf Ausstellungen auch immer nur relativ wenige Tiere zu sehen sind.

 

Ein korrektes Zeichnungsbild zu erreichen ist insofern schwierig, da sich das "Weiß" immer verbreitern will. Mit der Beschwingung ist es wie bei den Schildtauben: Niemals sollte man Tiere, die beidseitig zehn weiße Handschwingen zeigen, verpaaren. Spätestens in dieser Nachzucht treten dann die ersten weißen Klappenfedern auf und es kommt zum sogenannten Überschwingungen, bei denen die Tiere schon eine oder mehrere weiße Armschwingen zeigen. Ideale Beschwingungen sind 8/8, 9/9, 10/10. Aber auch mit 10/9, 8/9 beschwingte Tiere sind Spitzentiere, wenn Farbe, Binden und Spitzkappe  oder auch Glattköpfigkeit sowie Figur und Schnabelfarbe stimmen. Im übrigen haben wir bei unseren Thüringern keine Stirn wie bei den Thurgauern, aber die Spitzkappe sollte schon ein wenig über den Kopf ragen. In meiner Zucht werden z.B. auch Tiere mit nur sieben weißen Handschwingen eingesetzt.

 

Die Mönchzeichnung ist relativ gefestigt. Etwa 1cm unter dem Auge verläuft diese harmonisch rund. Das Auge ist stets dunkel und wird von einem möglichst zartenrötlichen Rand umgeben. Breite rote Ränder wollen wir nicht sehen. Vor wenigen Jahren waren unsere "Schwarzen" mit weißen Binden, wie alle anderen Farbenschläge, Sorgenkinder, da es einfach schwierig ist, bei der Farbverteilung und der Zeichnung, halbwegs korrekte und oben getrennte Binden zu erreichen. In der Bauchfarbe sind wir wenigen Enthusiasten ein gutes Stück voran gekommen. Die Farbenschläge, die iM Standard aufgeführt sind, sind größtenteils Wunschvorstellungen.

 

Immer wieder setzen sich engagierte Züchter mit den "Seltenen Farbenschlägen" auseinander und erleben ebenso immer wieder Rückschläge, die sie an den Rand der Verzweiflung bringen. Herrliche "Rote" sehen wir im Standard oder auf anderen Bildern. So wied diese abgebildet sind, sind sie nicht vorhanden. Mit "Gelben" oder "Fahlen" ist es nicht anders. Blau mit weißen Binden, Blauholige und Blauweißgeschuppte sehen wir in glattköpfig seit geraumer Zeit in recht ordentlicher Qualität

 

Text: Hermann-Joseph Blum

 

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